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Monsheimer Frauen gestalten Nana-Figuren für den „Tag der offenen Gärten“


19.05.2012 - MONSHEIM
Von Gunter Weigand


Sie sind frech, sie sind frivol, und sie fordern dem Betrachter mehr als nur einen beiläufigen Blick ab. Mit ihren üppigen, ausladenden Formen sind die Nana-Figuren wahrlich ein echter Hingucker. Derzeit werkelt eine kleine Gruppe Monsheimer Frauen mit Draht, altem Zeitungspapier, Leim und Farbe, um für den Tag der Offenen Gärten eine Ausstellung ihrer Nana-Figuren präsentieren zu können. Bei diesem von Gisela Heiser geleiteten Workshop geht es aber um mehr, als „nur“ um die künstlerische Betätigung - das gemeinsame Arbeiten im Heiser-Garten ist für die Frauen eine Möglichkeit, den Alltagsstress hinter sich zu lassen und das eigene künstlerische Potenzial zu entdecken.
„In diesen Frauen steckt so viel Kreativität, derer sie sich vorher gar nicht bewusst waren“, freut sich Gisela Heiser. Einige hätten es sich zunächst gar nicht zugetraut, selbst eine Nana-Figur erschaffen zu können, berichtet sie, doch beim gemeinsamen Arbeiten habe man spüren können, wie das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten immer mehr zugenommen habe.
Freude über hohen Zuspruch
Dabei ist es nicht einfach, eine Nana-Figur herzustellen. Zunächst muss die Körperform durch Zurechtbiegen von Hasendraht festgelegt werden, was bei den Künstlerinnen für Kratzer und Schrammen gesorgt hat. Das Gestell wird dann mit altem Zeitungspapier bedeckt und durch Tapetenkleister bleibt das Papier auch dort, wo es hin soll. „Dafür braucht man mindestens 25 bis 30 Lagen Papier“, weiß Bärbel Madey, die sich am Workshop beteiligt. Wenn die Konstruktion durchgetrocknet ist, geht es ans Bemalen, für Gisela Heiser das absolute Highlight. „Das gemeinsame Bemalen ist das Schönste“, schwärmt sie. In der kleinen Gruppe ist es nämlich nicht so, dass jeder still vor sich hin werkelt, sondern man unterstützt sich gegenseitig. Trotzdem behält jede Nana-Figur ihre Individualität, sodass man sie sogar ihren jeweiligen Schöpfern zuordnen kann. Silvia Gronen ist dies passiert: „Meine Töchter kamen am Muttertag vorbei, um sich das einmal anzusehen - und sie haben sofort erkannt, welche Figur von mir geschaffen wurde.“ Für Gisela Heiser gar nicht so überraschend, denn ihrer Ansicht nach haben die Figuren gewisse Charaktereigenschaften ihrer Schöpfer angenommen.
Der Workshop soll übrigens keine einmalige Angelegenheit bleiben. Die Gastgeberin empfindet die Erfahrung des „Testlaufs“ als so positiv, dass sie ihn künftig regelmäßig anbieten will. „Wir mussten ohnehin schon die Teilnehmerzahl begrenzen, da es noch deutlich mehr Interessentinnen gab“, freut sie sich über die große Nachfrage.